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Zwischenmenschliches

Ich wache auf und irgendwie ist alles verkehrt. Alles Normale, alles was mir täglich begegnet hat sich plötzlich für meine Wahrnehmung verändert. Normalerweise sehe ich die Dinge aus einem anderen Blickwinkel. Ich sehe das Positive, oder zumindest etwas, dass mich neutral stimmt. Heute sehe ich die Fehler, als ob man sie mit neonfarbenen Textmarkern markiert hätte.
In ein paar Stunden ist das wieder vorbei. Alles ist wie vorher, naja fast, so ganz kann ich das nicht vergessen. Aber woran liegt das eigentlich, dass mit das so plötzlich auffällt, dass es eben doch Dinge gibt in meinem Alltag, meinem Beziehungsalltag vorallem, die mich eigentlich massiv stören und die ich doch laufend ignoriere?
Irgendwann hat da mal eine Kompromissfindung stattgefunden. Wir haben zu zweit eine Diskussion oder einen Streit gehabt und uns letzlich auf etwas geeinigt. Mal war es die Beilegung einer Eigenschaft, mal die Eingrenzung, mal das "Damit Abfinden" als nicht-änderbar. Wie furchtbar negativ das klingt und wie furchtbar negativ an diesem Morgen auch meine Reaktion war.
Eine Beziehung ist eben auch ein ewiger Komporomiss. Es ist sehr viel Verzicht und Einschränkung. Oder ist das nur so bei uns? Vielleicht sind wir einfach nur sehr kompliziert. Aber das glaube ich nicht. Es gibt sicherlich Menschen bei denen das einfacher und anders läuft. Aber eine solche Beziehung will ich nicht. Auch wenn ich dann manchmal morgens Neonfarben sehe.
Ich sehe das so: Jeder Kompromiss ist eine Leistung von uns. Wir haben ein Problem und wir schaffen es dieses zu lösen. Das ist nicht so als müssten wir kleinbeigeben. Wir schenken dem anderen etwas. Ich schenke dir etwas mehr Geduld und du schenkst Sie mir. Ich schenke dir ein paar Sekunden längeres Nachdenken bevor ich im Streit etwas zu dir sage und du schenkst mir ein bischen mehr Ruhe.

Genauso wie du es zum Abschied gesagt hast:
Wir sind schon ganz gut, wir beide.
16.12.07 23:57
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Taja (18.12.07 20:32)
Ich denke du hast völlig Recht damit, wenn du sagst Beziehungen sind ein anhaltender Kompromiss. Es geht auch gar nicht anders, wenn zwei unterschiedliche Menschen auf lange Zeit miteinander auskommen möchten. Die Neonfarben am Morgen sind in meinen Augen auch nicht schlimm, solange sie nicht an jedem Morgen in die Augen springen und einen daran hindern die nötigen Kompromisse weiterhin zu treffen und zu akzeptieren.
Manche Menschen mögen vielleicht finden, dass man ohne Kompromisse leben sollte - aber in meinen Augen kann man so kein Zusammenleben schaffen. Dafür sind Menschen zu verschieden. An Kompromissen ist nichts schlechtes, wenn sie dafür sorgen, dass das Leben besser wird und ich denke doch, dass drei Jahre Beziehung in die Kategorie "Wozu Kompromisse manchmal gut sein können" zählt


Ikkyu / Website (19.12.07 19:38)
Ich tu, was ich tu; und du tust, was du tust.
Ich bin nicht auf dieser Welt, um nach deinen Erwartungen zu leben,
Und du bist nicht auf dieser Welt, um nach den meinen zu leben.
Du bist du, und ich bin ich.
Und wenn wir uns zufällig finden - wunderbar.
Wenn nicht, kann man auch nichts machen.

Fritz Perls
(Vater der Gestalttherapie)

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